BaFin

Risikomanagement

Banken und Finanzdienstleister sind einer ganzen Palette von Risiken ausgesetzt, die sie beherrschen müssen, um einerseits erfolgreich am Markt agieren zu können und andererseits ihre Existenz nachhaltig zu sichern. Angesichts der dynamischen Entwicklungen auf den Finanzmärkten kann sich eine moderne Regulierung nicht allein auf die Einhaltung quantitativer Kennziffern verlassen, sondern muss ganz besonders die Qualität des Risikomanagements der Institute im Auge behalten.

Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) setzen hier an. Auf der Basis von § 25a KWG geben sie einen ganzheitlichen Rahmen für das Management aller wesentlichen Risiken vor. Die gemeinsam mit der Praxis entwickelten MaRisk stecken einen prinzipienorientierten Rahmen ab, der den Instituten jedoch zugleich noch Spielräume für eine individuelle Umsetzung einräumt. Zahlreiche Öffnungsklauseln stellen zudem sicher, dass auch kleinere Institute die Anforderungen flexibel umsetzen können.

Die MaRisk sind modular strukturiert. Der allgemeine Teil (Modul AT) enthält grundlegende Anforderungen an das institutsinterne Risikomanagement und umfasst auch Vorgaben bei Auslagerungen. Besondere Anforderungen an die Ausgestaltung des internen Kontrollsystems für bestimmte Geschäftsarten und Risikoarten sowie an die Ausgestaltung der Internen Revision sind in Modulen des Besonderen Teils (Module BT) niedergelegt.

Neuere Entwicklungen und internationale Regulierungsinitiativen haben dazu geführt, dass die MaRisk mehrfach überarbeitet wurden. Die BaFin hat die derzeit aktuelle Fassung als Rundschreiben 10/2012 (BA) veröffentlicht.

geändert am 22.03.2016

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