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Risikomanagement

Versicherer und Pensionsfonds sind einer ganzen Palette von Risiken ausgesetzt, die sie beherrschen müssen, um erfolgreich am Markt agieren zu können. Angesichts der dynamischen Entwicklungen auf den Finanzmärkten setzt eine wirksame Regulierung verstärkt am Risikomanagement der Unternehmen an.

Mit dem Rundschreiben 3/2009 (MaRisk VA) konkretisiert die BaFin die Regelungen des § 64a VAG und des § 104s VAG i.V.m. Artikel 9 der Richtlinie 2002/87/EG und gibt damit einen flexiblen und praxisnahen Rahmen für die Ausgestaltung des Risikomanagements der beaufsichtigten Unternehmen, Gruppen und Finanzkonglomerate vor. Durch diese für die BaFin verbindliche Auslegung der §§ 64a und 104s VAG gewährleisten die MaRisk VA insbesondere eine konsistente Anwendung dieser gesetzlichen Regelungen. Die MaRisk VA setzen sich aus prinzipienbasierten Mindestanforderungen und Erläuterungen zusammen. Damit wird es den Unternehmen ermöglicht, das Risikomanagement quantifizierbarer, qualifizierbarer und administrierbarer auszugestalten.

Mit Einführung des Grundsatzes der Proportionalität tragen die MaRisk VA aber auch der heterogenen Unternehmensstruktur mit ihren vielfältigen Geschäftsaktivitäten Rechnung. Der Proportionalitätsgrundsatz besagt, dass die Anforderungen des Rundschreibens immer unter Berücksichtigung der unternehmensindividuellen Risiken, der Art und des Umfangs des Geschäftsbetriebes und der Komplexität des gewählten Geschäftsmodells des Unternehmens zu erfüllen sind. Insofern kann und soll das Rundschreiben individuell und flexibel umgesetzt werden - auch von kleinen Unternehmen.