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Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht


BaFin stellt klar: Bislang keine Anhaltspunkte für massive Spekulation gegen griechische Anleihen

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat – entgegen anders lautender Berichterstattung - bislang keine Anhaltspunkte dafür gefunden, dass in jüngster Zeit verstärkt Kreditderivate, sogenannte Credit Default Swaps (CDS), zur Spekulation gegen griechische Staatsanleihen genutzt worden sind.

Die Finanzaufsicht beobachtet die Märkte für Staatsanleihen und Kreditderivate ausgewählter Länder der Euro-Zone derzeit verstärkt. In einer Analyse, welche die Presse zitiert, hatte die BaFin ihre Einschätzung erläutert.

Demnach ist eine wesentliche Ursache des Anstiegs des CDS-Spreads die wachsende Nachfrage nach Kreditabsicherung für das Länderrisiko Griechenland

Die von der zentralen Datensammelstelle, der US-amerikanischen Depository Trust & Clearing Corporation (DTCC) veröffentlichten Daten sprechen nicht für den Aufbau neuer offener Positionen und deuten auch nicht auf massive spekulative Aktivitäten hin.

Richtig ist zwar, dass das Bruttovolumen ausstehender CDS-Kontrakte auf griechische Staatsanleihen laut DTCC per 12. Februar 2010 mit rund 83 Mrd. US-$ mehr als das Doppelte des Vorjahresstandes (41,1 Mrd. US-$) betrug. Das Bruttovolumen spiegelt aber eher den Handelsumsatz wider; es ist in den letzten Handelstagen auch wieder gesunken. Als Indikator für mögliche Spekulationen ist hingegen eher das Nettovolumen heranzuziehen. Das Nettovolumen der ausstehenden CDS-Kontrakte steht gemäß DTCC seit Mitte Januar auf nahezu unverändertem Niveau von rd. 9 Mrd. US-$.

Die der BaFin aktuell vorliegenden Marktdaten lassen damit nicht auf eine massive Spekulation schließen.

Bonn/Frankfurt a.M., den 
8. März 2010

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