BaFin

Anzeige- & Meldepflichten

Zu den wesentlichen Informationsquellen der Bankenaufseher gehören neben den Jahresabschlüssen die Prüfungsberichte, die Wirtschaftsprüfer oder Prüfungsverbände im Rahmen der Jahresabschlussprüfung erstellen. Darüber hinaus müssen die Institute regelmäßig Kurzbilanzen einreichen, aus denen die wichtigsten Bilanz- und Risikopositionen und deren Veränderungen hervorgehen.

Außerdem sind die Institute verpflichtet, wichtige Veränderungen zu melden. Dies betrifft beispielsweise Bilanzverluste oder Änderungen in der Geschäftsleitung, Veränderungen im in- und ausländischen Zweigstellennetz oder bei Beteiligungen ab 10%. Meldepflichtig sind auch Groß- und Millionenkredite.

Wertpapierdienstleistungsunternehmen, inländische Zentrale Gegenparteien und Zweigniederlassungen gemäß § 53b KWG sind darüber hinaus dazu verpflichtet, der BaFin alle börslichen und außerbörslichen Geschäfte in Finanzinstrumenten wie Wertpapieren und Derivaten mitzuteilen, sofern sie zum Handel an einem organisierten Markt oder Freiverkehr zugelassen oder in den regulierten Markt einer inländischen Börse einbezogen sind. Diese Handelsdaten sind notwendig, damit die BaFin den Wertpapierhandel beaufsichtigen und Verstöße etwa gegen das Verbot des Insiderhandels- und der Marktmanipulation aufdecken kann.

Ausländische Handelsteilnehmer

Auch Handelsteilnehmer aus dem außereuropäischen Ausland sind zu solchen Meldungen verpflichtet, wenn sie Geschäfte im Rahmen ihrer Handelszulassung an einer deutschen Börse abschließen. Für Handelsteilnehmer aus dem innereuropäischen Ausland beschränkt sich diese Meldepflicht auf diejenigen Geschäfte, die sie aufgrund einer bestehenden Handelszulassung in Finanzinstrumenten abschließen, die nicht zum Handel an einem organisierten Markt zugelassen oder in den regulierten Markt einer inländischen Börse einbezogen sind (so genannte reine Freiverkehrswerte).

geändert am 24.02.2017

Fanden Sie den Beitrag hilfreich?

Wir freuen uns über Ihr Feedback