BaFin

Finanzanalysen

Finanzanalysen bilden häufig eine Grundlage für Anlageentscheidungen. Um das Vertrauen der Anleger zu stärken, sind auf diesem Gebiet hohe Standards notwendig. Sie betreffen die Sorgfalt, Neutralität und Integrität derjenigen, die Finanzanalysen erstellen und verbreiten.

Im Interesse der Anleger schreibt das Gesetz über den Wertpapierhandel (WpHG) vor, dass Finanzanalysen sachgerecht zu erstellen und darzubieten sind (§ 34b WpHG). Umstände oder Beziehungen, die im Zusammenhang mit dem analysierten Finanzinstrument oder dessen Emittenten stehen und die dadurch zu Interessenkonflikten führen können, sind offenzulegen. Unternehmen, die Finanzanalysen erstellen oder weitergeben, müssen so organisiert sein, dass Interessenkonflikte möglichst gering gehalten werden.

Die BaFin wacht darüber, dass dieser Kompetenz-, Transparenz- und Organisationspflichten eingehalten werden.

Alle natürlichen und juristischen Personen, die in Ausübung ihres Berufs oder im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit dafür verantwortlich sind, Finanzanalysen zu erstellen oder diese weiterzugeben, müssen dies der BaFin unverzüglich anzeigen. Dabei müssen sie geeignete Identitätsnachweise beifügen (§ 34c WpHG).

Nicht von dieser Anzeigepflicht erfasst sind:

  • Wertpapierdienstleistungsunternehmen, Kapitalverwaltungsgesellschaften und Investmentaktiengesellschaften, da diese Unternehmen der BaFin bereits bekannt sind
  • die einzelnen bei einem anzeigepflichtigen Unternehmen angestellten Analysten und
  • Journalisten, wenn diese einer vergleichbaren Selbstregulierung einschließlich wirksamer Kontrollmechanismen unterliegen

geändert am 28.08.2017

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