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Thema Investmentfonds Investmentfonds

Die BaFin beaufsichtigt Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGen) und die von den KVGen angebotenen Investmentfonds nach den Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuchs, kurz KAGB.

Zu Investmentfonds im Sinne des KAGB gehören sowohl offene als auch geschlossene Investmentfonds. Offene Investmentfonds investieren üblicherweise in Finanzinstrumente; eine Ausnahme bilden hier die offenen Immobilienfonds. Demgegenüber sind geschlossene Investmentfonds in der Regel dadurch gekennzeichnet, dass sie das Fondsvermögen in Sachwerte investieren.

Um eine Erlaubnis zu erhalten, müssen die Kapitalverwaltungsgesellschaften je nach Ausgestaltung unter anderem mindestens 300.000 Euro beziehungsweise 125.000 Euro Anfangskapital nachweisen. Außerdem müssen sie über eine angemessene Organisation und eine zuverlässige und fachlich geeignete Geschäftsleitung verfügen (Solvenzaufsicht). Das Marktverhalten der KVGen wird ebenfalls nach dem KAGB überwacht (Marktaufsicht).
Bei Investmentfonds, die in Deutschland aufgelegt werden, nimmt die BaFin auch die Produktaufsicht wahr. So genehmigt sie beispielsweise die Anlagebedingungen von Publikumsfonds. Außerdem haben KVGen eine Reihe von Anlagevorschriften zu beachten.

Darüber hinaus prüft die BaFin auf der Grundlage des KAGB die Vertriebsanzeigen inländischer und ausländischer Investmentfonds, die in Deutschland auf den Markt gebracht werden sollen. Sie kann den Vertrieb auch untersagen, wenn ein geplanter Investmentfonds die Voraussetzungen nicht oder nicht mehr erfüllt.

geändert am 10.01.2017

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Veröffentlichungen zum Thema

Clo­set In­de­xing: Ba­Fin ver­öf­fent­licht neue Trans­pa­renz­stan­dards für Ver­kaufspro­spek­te von In­vest­ment­ver­mö­gen

Im vergangenen Jahr hatte die BaFin bei einer Untersuchung zum Closet Indexing Transparenzdefizite festgestellt. Nun hat sie dazu eine Auslegungsentscheidung veröffentlicht, die vorgibt, welche Angaben die Verkaufsprospekte von Investmentvermögen künftig enthalten müssen.

An­ga­ben in den Ver­kaufspro­spek­ten von In­vest­ment­ver­mö­gen

„Closet Indexing“ beschreibt die Praxis, einen Fonds in den Vertriebsunterlagen als aktiv verwaltet zu bezeichnen, obwohl dieser sehr eng an einen Referenzwert angelehnt ist und daher eine eher passive Anlagestrategie zu verfolgen scheint. Ein im Zusammenhang mit „Closet Indexing“ erhobener Vorwurf ist, dass der Anleger in den Vertriebsunterlagen nicht ausreichend über die Anlagepolitik des Fonds …

Kon­sul­ta­ti­on 01/2017 - Ka­pi­tal­ver­wal­tungs­ge­sell­schaf­ten und ex­tern ver­wal­te­te AIF-In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten

Entwurf des Auslegungsschreibens zu den Tätigkeiten einer Kapitalverwaltungsgesellschaft und der von ihr extern verwalteten AIF-Investmentgesellschaft zur Konsultation

Anlagen

Ka­pi­tal­ver­wal­tungs­ge­sell­schaf­ten: Ba­Fin kon­sul­tiert Aus­le­gungs­schrei­ben zu ex­tern ver­wal­te­ten AIF-In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten

Die BaFin hat ein Auslegungsschreiben zur Konsultation gestellt, das die Aufgaben von Kapitalverwaltungsgesellschaften von denen der AIF-Investmentgesellschaften (Investmentgesellschaften für alternative Investmentfonds) abgrenzen soll, die sie extern verwalten. Stellungnahmen nimmt sie bis zum 17. Februar entgegen.

Anlagen

Ka­pi­tal­ver­wal­tungs­ge­sell­schaf­ten: Ba­Fin ver­öf­fent­licht Min­dest­an­for­de­run­gen an Ri­si­ko­ma­na­ge­ment

Die BaFin hat ein Rundschreiben zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Kapitalverwaltungsgesellschaften (KAMaRisk) veröffentlicht. Inhaltlich handelt es sich um eine Überarbeitung des InvMaRisk-Rundschreibens (Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Investmentgesellschaften).

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