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Interne Risikomodelle

Interne Risikomodelle bieten Finanzunternehmen wie Kreditinstituten und Versicherungsunternehmen ein maßgeschneidertes und flexibles Verfahren für eine angemessene Risikomessung und -steuerung.

Risikomodelle sind ein wichtiges Instrument im Risikomanagement, da sie es der Unternehmensführung ermöglichen, die notwendige detaillierte Risikosensitivität zu erlangen. Dazu nutzen sie eine große Menge an Daten, um wesentliche Risiken abzuschätzen, die durch Veränderungen in Geschäftsfeldern, der Werthaltigkeit von Vermögenswerten, schwankende Marktfaktoren und das wirtschaftliche Umfeld beeinflusst werden oder gleichzeitig diese beeinflussen.

Modellbasierte Ansätze zur Berechnung des aufsichtsrechtlichen Eigenkapitals dürfen nur unter strikten und umfassenden regulatorischen Anforderungen eingesetzt werden. Dies haben die internationalen Standardsetzer sowie die EU- und nationale Gesetzgeber entschieden.

Eine solche Doppelnutzung von branchenüblichen, bewährten, aber auch intern genehmigten Risikomessinstrumenten soll den Risikogehalt der Vermögenswerte von Finanzunternehmen und deren interne Risikoschätzungen besser widerspiegeln. Diese Art der Risikoermittlung, die die Risiken das Portfolio eines Finanzunternehmens aus Sicht des Unternehmens angemessen wiedergibt, bildet damit im Rahmen bestimmter Grenzen auch die Grundlage, um eine angemessene Eigenmittelanforderung für das Portfolio aus Sicht der Aufseher festzulegen.

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