BaFin

Thema Eigenmittel Eigenmittel und Eigenmittelanforderungen

Unter Solvabilität versteht man im Versicherungswesen die Ausstattung eines Versicherers mit Eigenmitteln, also freiem, unbelastetem Vermögen. Eigenmittel sind vorzuhalten, um unerwartete Verluste des Versicherers abzudecken. Diese sichern somit die Ansprüche der Versicherungsnehmer auch bei ungünstigen Entwicklungen.

Die Solvabilität ist für Versicherer gesetzlich geregelt. Eine ausreichende Solvabilität ist gegeben, wenn die Höhe der Eigenmittel mindestens der Höhe der Soll-Solvabilität (Eigenmittelanforderungen) entspricht. Bei der Soll-Solvabilität wird unterschieden nach der sogenannten Solvabilitätskapitalanforderung und der Mindestkapitalanforderung. Liegen keine ausreichenden Eigenmittel zur Bedeckung der Anforderungen vor, so entstehen aufsichtliche Folgen, die in ihrer Schwere gestaffelt sind.

Unter Solvency II gibt es explizite Eigenmittelanforderungen auch für Gruppen.

geändert am 01.01.2016

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Veröffentlichungen zum Thema

Ei­gen­mit­tel bei Ban­ken: „Das The­ma Pro­por­tio­na­li­tät drängt“

Welches Eigenkapital europäische Banken vorhalten müssen, ist in der Eigenmittelverordnung (Capital Requirements Regulation – CRR) und -richtlinie (Capital Requirements Directive IV – CRD IV) festgelegt. Die beiden Regelwerke traten Anfang 2014 in Kraft und setzen unter anderem die global vereinbarten Basel-III-Vorschriften um.

Wi­der­ruf der All­ge­mein­ver­fü­gung zu Art. 467 Abs. 2 CRR

Widerruf der Allgemeinverfügung vom 20.02.2014 zu Artikel 467 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013

Ei­gen­ka­pi­tal­ver­ord­nung: Ba­Fin wi­der­ruft All­ge­mein­ver­fü­gung

Die BaFin widerruft ihre Allgemeinverfügung vom 20. Februar 2014 zu Artikel 467 Absatz 2 der Eigenkapitalverordnung CRR (Capital Requirements Regulation). Der Widerruf erfolgt auf Grundlage des Widerrufsvorbehaltes nach Ziffer 2 der Allgemeinverfügung.

Anlagen

All­ge­mein­ver­fü­gung: Neu be­ge­be­ne Ge­schäfts­an­tei­le als In­stru­men­te des har­ten Kern­ka­pi­tals; Rück­zah­lung von Ge­schäfts­gut­ha­ben auf­grund ge­kün­dig­ter Ge­nos­sen­schafts­an­tei­le

Bekanntmachung der Allgemeinverfügung nach Art. 26 Abs. 3 und Art. 77 lit. a), 78 Abs. 1 lit. b) der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 und Art. 32 Abs. 2 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 241/2014 der Kommission vom 07.01.2014 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des …

Ge­nos­sen­schafts­ban­ken: Ba­Fin ver­öf­fent­licht All­ge­mein­ver­fü­gung zu In­stru­men­ten des har­ten Kern­ka­pi­tals

Die BaFin hat eine neue Allgemeinverfügung veröffentlicht, die regelt, inwiefern neu begebene Geschäftsanteile an Genossenschaftsbanken mit Erlaubnis der BaFin als Instrumente des harten Kernkapitals eingestuft werden können und unter welchen Voraussetzungen die Rückzahlung von Geschäftsguthaben aufgrund gekündigter Genossenschaftsanteile vorab genehmigt ist. Sie gilt bis Ende 2017.

Anlagen

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