BaFin

Thema Geldwäschebekämpfung Financial Action Task Force on Money Laundering - FATF

Die Bundesrepublik Deutschland ist Mitglied der im Jahr 1989 gegründeten Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF). Die FATF ist das wichtigste internationale Gremium, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu bekämpfen. Für diesen Bereich setzt sie Standards ("40 + 9-Empfehlungen"). Zugleich fördert die FATF die weltweite Verbreitung der Standards zur Bekämpfung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung und überwacht deren Umsetzung in den Mitgliedstaaten.

Das Gremium ist der OECD in Paris angegliedert und umfasst 36 Mitglieder. Bis zum Juni 2003 hatte Deutschland für ein Jahr die Präsidentschaft der FATF inne. Der deutschen Delegation der FATF gehören in der Regel Vertreter der BaFin an.

Die FATF verabschiedete im Jahr 1990 insgesamt 40 Empfehlungen zur Geldwäschebekämpfung. Im Jahr 1996 wurden diese wichtigsten internationalen Standards zum ersten Mal aktualisiert. Unter der deutschen Präsidentschaft wurden diese 2003 ein zweites Mal grundlegend überarbeitet. Obwohl die Standards nicht unmittelbar bindendes Recht ("soft law") darstellen, haben sie bislang mehr als 170 Länder als verbindlich anerkannt.

Die 40 Empfehlungen setzen erstmals einheitliche Verhaltensregeln und Maßstäbe fest, die für den gesamten Finanzsektor sowie für alle beteiligten Personen und Berufsgruppen gelten. In die Überarbeitung der Standards flossen die neuesten Erkenntnisse und Entwicklungen auf dem Gebiet der Geldwäschebekämpfung ein.

Als Reaktion auf die Ereignisse des 11. September 2001 erhielt die FATF im Oktober 2001 zusätzlich das Mandat zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung. Die FATF veröffentlichte in diesem Zusammenhang acht "spezielle Empfehlungen" zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung. Diese wurden 2004 um eine weitere Empfehlung ergänzt. Zudem verabschiedete sie verschiedene Auslegungsgrundsätze und "Best-Practice"-Papiere.

Mitglieder der FATF

(Stand: Dezember 2011)

  • Argentinien
  • Australien
  • Belgien
  • Brasilien
  • China
  • Dänemark
  • Deutschland
  • Europäische Kommission
  • Finnland
  • Frankreich
  • Golf-Kooperationsrat
  • Großbritannien
  • Griechenland
  • Hong Kong
  • Indien
  • Irland
  • Island
  • Italien
  • Japan
  • Kanada
  • Luxemburg
  • Mexiko
  • Neuseeland
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Österreich
  • Portugal
  • Republik Korea
  • Russland
  • Schweden
  • Schweiz
  • Singapur
  • Spanien
  • Südafrika
  • Türkei
  • USA

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Veröffentlichungen zum Thema

Feh­len­de oder un­voll­stän­di­ge An­ga­ben: Leit­li­ni­en für Zah­lungs­dienst­leis­ter

Gemeinsame Leitlinien nach Artikel 25 der Verordnung (EU) 2015/847 zu den Maßnahmen, mit deren Hilfe Zahlungsdienstleister das Fehlen oder die Unvollständigkeit von Angaben zum Auftraggeber und zum Begünstigten feststellen können, und zu den empfohlenen Verfahren für die Bearbeitung eines Geldtransfers, bei dem die vorgeschriebenen Angaben fehlen zu Risikofaktoren

Ent­wurf der Aus­le­gungs- und An­wen­dungs­hin­wei­se zum Geld­wä­sche­ge­setz

Entwurf der Auslegungs- und Anwendungshinweise Allgemeiner Teil zum Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten in seiner Fassung vom 23.06.2017 gemäß § 51 Abs. 8 GwG

Kon­sul­ta­ti­on 05/2018 - Aus­le­gungs- und An­wen­dungs­hin­wei­se zum Geld­wä­sche­ge­setz

Konsultation des Entwurfs zu Auslegungs- und Anwendungshinweisen zum Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten in seiner Fassung vom 23.06.2017 gemäß § 51 Abs. 8 GwG

Anlagen

Geld­wä­sche­prä­ven­ti­on: Ba­Fin stellt Aus­le­gungs- und An­wen­dungs­hin­wei­se zur Kon­sul­ta­ti­on

Die BaFin hat Auslegungs- und Anwendungshinweise gemäß § 51 Absatz 8 Geldwäschegesetz (GwG) zur Konsultation gestellt. Diese gelten für alle Verpflichteten nach dem Geldwäschegesetz, die unter ihrer Aufsicht stehen.

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