BaFin

Thema Eigenmittel Anderweitig systemrelevante Institute

Anordnung von Kapitalpuffern bei anderweitig systemrelevanten Instituten durch die BaFin in 2018

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat im Einvernehmen mit der Deutschen Bundesbank auf Grundlage von § 10g Absatz 2 des Gesetzes über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz – KWG) 13 in Deutschland zugelassene Institute als anderweitig systemrelevant (anderweitig systemrelevante Institute – A-SRI) eingestuft. Hierauf aufbauend hat die BaFin einen entsprechenden Kapitalpuffer angeordnet.

Die Bestimmung als A-SRI erfolgt nach den Faktoren Größe, wirtschaftliche Bedeutung für den Europäischen Wirtschaftsraum und die Bundesrepublik Deutschland, grenzüberschreitenden Aktivitäten sowie Vernetztheit mit dem Finanzsystem unter Beachtung der Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) für die Kriterien zur Festlegung der Anwendungsvoraussetzungen für Artikel 131 Absatz 3 der Richtlinie 2013/36/EU (CRD) in Bezug auf die Bewertung von anderen systemrelevanten Instituten (A-SRI) (EBA/GL/2014/10).

Der angeordnete Kapitalpuffer für A-SRI beträgt bis zu 2,0% des Gesamtrisikobetrags und ist grundsätzlich auf der höchsten für den bewertenden Mitgliedsstaat relevanten Konsolidierungsebene in hartem Kernkapital (CET 1) vorzuhalten. Der institutsindividuelle Kapitalpuffer ist entsprechend der institutsindividuellen Aufbauphase aufzubauen (Phase-in). In der nachfolgenden Tabelle sind die in Deutschland identifizierten A-SRI, deren Kapitalpuffer und die institutsindividuelle Aufbauphase angegeben.

geändert am: 20.12.2018

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