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Girocard und Kreditkarte

Eine girocard erhalten Sie in der Regel von der Bank, bei der Sie Ihr Girokonto haben. Beträge, die Sie mit der Karte bezahlen, werden unmittelbar Ihrem Konto belastet. Bei der Kreditkarte werden die getätigten Umsätze gesammelt und zum Beispiel monatlich von Ihrem Konto abgebucht. Es gibt aber auch andere Formen der Kreditkarte.

Auf dieser Seite:

Die Girocard

Eine girocard gehört zu fast jedem Konto und wird von der kontoführenden Bank herausgegeben. Man kann mit der girocard bargeldlos bezahlen und an Geldautomaten Bargeld abheben. Der Betrag wird unmittelbar Ihrem Konto belastet.

Mit Auslaufen des früher gebräuchlichen Euroschecks (ec) wurde auch die dazugehörige Karte (ec-Karte) in ihrer Funktion umgestaltet. Sie wird jetzt als girocard bezeichnet. Bei einzelnen Banken sind auch andere Produktbezeichnungen gebräuchlich (z.B. s-card bei den Sparkassen oder VR-BankCard bei den meisten Genossenschaftsbanken).

Die Kreditkarte

Kreditkarten wurden früher zunächst als internationales Zahlungsmittel für Geschäftsreisende entwickelt. Heute sind sie sehr viel weiter verbreitet. Für Vielreisende ist die Kreditkarte nach wie vor die einfachste Art, weltweit zu bezahlen. Doch auch im alltäglichen Zahlungsverkehr haben sich die Einsatzmöglichkeiten erheblich erweitert. Die Kreditkarten werden in verschiedenen Ausstattungen von "normal" (Silber, Classic, ...) über "besonders" (Goldkarte) und "exklusiv" (Platinkarte) bis "super-exclusiv" (Centurion) angeboten. Diese unterscheiden sich insbesondere durch das jeweilige Paket an Zusatzleistungen (Versicherungen, Serviceangebote, Reisen etc.), die mit der Karte verbunden sind.

Es gibt verschiedene Arten von Kreditkarten, die sich insbesondere hinsichtlich der Abrechnungsmodalitäten gegenüber dem Karteninhaber unterscheiden. Bei der in Deutschland am häufigsten eingesetzten Form der Kreditkarte werden die getätigten Umsätze gesammelt und in der Regel einmal pro Monat fällig. Die gesamte Summe aller im Vormonat getätigten Umsätze wird dann auf einmal vom Konto abgebucht. Diese Karten werden auch als so genannte "charge cards" bezeichnet.

Wird dagegen der monatliche Abrechnungsbetrag nicht vollständig fällig, sondern nur eine Mindestsumme (während der Rest in den nächsten Monat übernommen wird), spricht man auch von "echten Kreditkarten".

Vereinzelt gibt es auch Kreditkarten, bei denen Umsätze wie bei einer Maestro-Karte direkt dem Konto belastet werden. Diese werden auch als so genannte "debit cards" bezeichnet. Oft führen sie in der Produktbenennung zusätzlich die Bezeichnung "direkt", z.B. "VISAdirekt-Karte".

Fragen & Antworten

Was ist beim Umgang mit girocard und Kreditkarten zu beachten?

  • Unterschreiben Sie Ihre neue Karte sofort nach Erhalt.
  • Zerschneiden Sie Ihre abgelaufene Karte sofort nach Erhalt Ihrer neuen Karte in mehrere Teile.
  • Geben Sie Ihre Geheimnummer (PIN) niemandem bekannt und notieren Sie diese nirgendwo. Auch Bank- oder Polizeimitarbeiter werden sich nie nach Ihrer PIN erkundigen.
  • Achten Sie darauf, dass der Magnetstreifen der Karte nicht verschmutzt oder zerkratzt wird.
  • Achten Sie darauf, dass Sie beim Eingeben Ihrer PIN nicht beobachtet werden.
  • Achten Sie darauf, Ihre Karte nach jedem Gebrauch sofort wieder sicher zu verwahren.
  • Lassen Sie Ihre Karte umgehend sperren, sobald Sie einen Diebstahl festgestellt haben oder ein Geldautomat Ihre Karte eingezogen hat.
  • Überprüfen Sie regelmäßig die Umsätze mit Ihrer Karte auf Ihrem Kontoauszug. Wenden Sie sich bei Unklarheiten sofort an Ihre Bank bzw. an Ihr Kreditkartenunternehmen.
  • Bewahren Sie Ihre Karte an einem sicheren Ort auf und überprüfen Sie regelmäßig, ob Sie noch im Besitz der Karte sind.

Was muss ich im Betrugsfall tun?

Beobachten Sie Ihre Kontoumsätze stets zeitnah und aufmerksam. Wenn Sie feststellen, dass jemand unberechtigterweise Zahlungen oder Bargeldabhebungen mit Ihrer Maestro-Karte vorgenommen hat, sind Sie verpflichtet, sofort Ihre Bank zu benachrichtigen und den Schaden zu melden. Falls Sie alle Sorgfaltspflichten gemäß den Bedingungen für die Benutzung der Maestro-Karte erfüllt und sonst keinerlei Mitschuld am Betrug haben, wird Ihnen Ihre Bank den Schaden - nach Abzug eines Selbstbehalts - zurückzahlen.

Kann ich mit meiner Maestro-Karte auch im Internet bezahlen?

Bisher können Sie im Internet meist nur mit Ihrer Kreditkarte oder auch per Einzugsermächtigung, nicht jedoch mit Ihrer Maestro-Karte bezahlen. Maestro arbeitet daran, seinen Kunden auch diese Zahlungsmöglichkeit anzubieten. Ihre Bank wird Sie dann sicherlich hierüber unterrichten. Erst dann können Sie mit Ihrer Maestro-Karte im Internet einkaufen.

Gibt es auch kontoungebundene Maestro-Karten?

In verschiedenen Ländern gibt es Maestro-Prepaid-Karten, die nicht an ein Konto gebunden sind. Auf diese Karten muss zunächst ein Guthaben eingezahlt werden, bevor sie für Zahlungen zur Verfügung stehen. Es gibt auch kontoungebundene Cirrus-Prepaid-Karten, mit denen weltweit Bargeld an Geldautomaten bezogen werden kann.

Da die Anbieter ihren Sitz in der Regel außerhalb Europas haben, sollten entsprechende Angebote besonders sorgfältig, ggf. unter Beteiligung einer Verbraucherzentrale, geprüft werden.

Wie viel Geld kann ich mit meiner Maestro-Karte abheben?

Ihr persönliches Limit wird Ihnen durch die Karten ausgebende Bank mitgeteilt. Gebräuchlich sind tägliche und/oder wöchentliche Betragsgrenzen. Das Limit für Verfügungen an institutsfremden Geldautomaten ist oft niedriger als das für Verfügungen bei Ihrer eigenen Bank.

Erkundigen Sie sich bitte direkt bei Ihrer Karten ausgebenden Bank über Ihre persönlichen Limits.

Wo kann ich mit meiner Karte bezahlen oder Bargeld beziehen?

Mit der girocard können Sie im In- und Ausland Bargeld beziehen und oft auch bezahlen.

Achten Sie in Geschäften oder an Geldautomaten auf das Maestro-Logo oder das girocard-Logo. In Nordamerika und Asien können Sie zusätzlich an Geldautomaten Bargeld beziehen, die mit dem Cirrus-Logo gekennzeichnet sind.

Wenn Sie mit Ihrer Kreditkarte bezahlen bzw. Geld abheben wollen, achten Sie einfach auf das Logo Ihrer Kreditkartenfirma.

Nähere Auskünfte sowie aktuelle Abbildungen der entsprechenden Logos hält Ihre Bank oder Kreditkartenfirma für Sie bereit.

Viele Maestro-Karten funktionieren auch als "Geldkarte". Was heißt das?

Viele Maestro-Karten stellen die Geldkarten-Funktion bereit. Erkennbar ist das an einem in die Karte integrierten Chip und das "Geldkarte"-Logo auf der Rückseite der Karte.

Zur Nutzung der Funktion müssen Sie den Chip zunächst aufladen. Dies ist an jedem Geldautomaten oder an speziellen Ladeterminals unter Nutzung der PIN möglich und funktioniert ähnlich wie eine Bargeldabhebung. Folgen Sie einfach den Anweisungen auf dem Bildschirm. Der maximale Ladebetrag liegt üblicherweise bei 200 EUR. Anschließend können Sie mit der Geldkarte an vielen Automaten etwa für Fahrscheine oder in Parkhäusern bezahlen.

Achtung: Für die Nutzung des Geldkarte-Guthabens ist keine PIN-Eingabe erforderlich. Bei einem Verlust der Karte kann ein Dritter, wie bei Verlust von Bargeld, auch ohne PIN über den entsprechenden Betrag verfügen. Ein erneutes/weiteres Aufladen der Karte ist allerdings ohne PIN nicht möglich.

Wie bekomme ich eine Maestro-Karte?

Da es sich bei der Maestro-Karte um eine kontogebundene Karte handelt, benötigen Sie zunächst ein Bankkonto. Einen Kartenantrag erhalten Sie direkt bei Ihrer Bank oder auf deren Internet-Seite. Die grundsätzlichen Bedingungen für die Nutzung der Maestro-Karte sind für alle Karteninhaberinnen und Karteninhaber gleich.

Wo kann ich meine Karte sperren lassen, wenn sie gestohlen wurde oder verloren gegangen ist?

Bei Diebstahl oder Verlust Ihrer Karte oder Ihrer PIN oder wenn ein Terminal oder ein Geldautomat die Karte eingezogen hat, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihre Bank oder den Sperrservice Ihrer Kartenfirma. Lassen Sie Ihre Karte sofort sperren. Die Rufnummern erhalten Sie zusammen mit Ihrer Karte; sie sind aber auch unter www.kartensicherheit.de/ww/de/pub/zentrale_schadensmeldung/kartensperrung.php abrufbar.

Seit dem 1. Juli 2005 sind viele Sperrdienste auch über die zentrale Rufnummer 116 116 erreichbar (aus dem Ausland Ländervorwahl für Deutschland + 116 116 oder Ländervorwahl für Deutschland + 30 4050 4050)

Was passiert, wenn ich meine PIN vergessen habe?

Sollten Sie Ihre PIN vergessen, so müssen Sie bei Ihrer Bank bzw. Kreditkartenfirma eine neue Karte mit einer neuen PIN bestellen, denn die PIN ist einzig und allein Ihnen bekannt. Die Bank oder Kreditkartengesellschaft kann hierfür ein Entgelt berechnen.

Wie oft kann ich meine PIN falsch eingeben?

Um Missbrauch zu vermeiden, wird Ihre Karte in der Regel nach drei Fehleingaben gesperrt. Die Sperrung erfolgt auch dann, wenn die Fehleingaben an verschiedenen Geldautomaten oder Terminals erfolgt sind. Ob die Karte wieder entsperrt werden kann, entscheidet das Kreditinstitut, das die Karte heraus gegeben hat. Wenn eine Entsperrung nicht möglich ist, müssen Sie eine neue Karte mit einer neuen PIN bestellen. Hierfür kann die Bank ein Entgelt berechnen.

Wird die PIN nach ein- oder zweimaliger Fehleingabe korrekt eingegeben, wird der so genannte Fehlbedienungszähler wieder auf "0" zurückgesetzt.

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