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Bei einem Unternehmen beschweren

Haben Sie Anlass, sich über eine Bank, eine Versicherung oder eine Kapitalverwaltungsgesellschaft zu beschweren, so sollten Sie sich immer schriftlich an das betreffende Unternehmen wenden. Denn telefonische Auskünfte von Mitarbeitern sind nicht unbedingt verlässlich. Hier erfahren Sie, wie Sie eine Lösung erzielen oder die Grundlage für weitere Schritte schaffen können.

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Unbedingt Stellungnahme der Geschäftsleitung einholen

Für gewöhnlich haben Sie zunächst telefonischen Kontakt mit einem Mitarbeiter, wenn Sie sich bei einem Unternehmen beschweren wollen. Wird Ihnen hier nicht weitergeholfen, so sollten Sie sich aber nicht einfach abwimmeln lassen: Die Meinung eines einzelnen Mitarbeiters muss nicht unbedingt der Meinung der Geschäftsleitung entsprechen. Gerade auf telefonische Auskünfte sollten Sie sich also nicht unbedingt verlassen. Denn bei einem Telefongespräch kann es leicht zu Missverständnissen kommen.

Daher empfiehlt die BaFin, besser zunächst eine schriftliche Entscheidung des betreffenden Unternehmens einzuholen. Schreiben Sie einen Brief an die Geschäftsleitung der Bank oder Versicherung. Schildern Sie darin Ihr Problem möglichst genau. Erläutern Sie, welche Lösung Sie sich wünschen beziehungsweise erwarten. Wichtig: Bitten Sie auch um eine schriftliche Begründung, falls das Unternehmen Ihre Beschwerde ablehnt. So haben Sie die Reaktion der Geschäftsleitung später schwarz auf weiß vorliegen, wenn das Problem Ihrer Meinung nachnicht zufriedenstellend gelöst wird.

Lösung annehmen oder weitere Schritte einleiten – Sie entscheiden!

Meistens dürfte das betreffende Unternehmen Ihnen eine Lösung anbieten, um Sie nicht als Kunden zu verlieren. Sie entscheiden dann, ob Sie diesen Vorschlag annehmen wollen. Aber auch dann, wenn Sie eine Ablehnung erhalten, war die Mühe der schriftlichen Beschwerde nicht ganz umsonst: Die Begründung des Unternehmens kann Ihnen nämlich dabei helfen, abzuschätzen, ob sich weitere Schritte lohnen oder ob die Ablehnung berechtigt war.

Ombudsleute können schlichten

Falls Sie sich gezwungen sehen sollten, weiter gegen das Unternehmen vorzugehen, ist dessen schriftliche Antwort ein wichtiges Dokument: Viele Ombudsleute und andere außergerichtliche Schlichtungsstellen werden erst dann für Sie aktiv, wenn Sie sich zuvor mit Ihrem Problem an das jeweilige Unternehmen gewandt haben und dessen schriftliche Ablehnung vorlegen können. Auch in diesem Fall ist es also ratsam, zuerst mit einer schriftlichen Beschwerde an die Geschäftsleitung des betreffenden Unternehmens nach einer Lösung zu suchen, bevor Sie weitere Schritte einleiten.

geändert am 10.03.2016

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