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Wie lange kann ich einer Lastschriftbuchung widersprechen?

Datum: 15.03.2012

Die Durchführung eines solchen Zahlungsauftrages setzt grundsätzlich die Zustimmung des Kunden gegenüber seiner Bank in Form einer so genannten Autorisierung voraus (§ 675j BGB); die Zustimmung erfolgt aufgrund der Regelungen des Lastschriftabkommens sowohl bei einem Abbuchungsauftrag, einer Einzugsermächtigungslastschrift und einer SEPA-Lastschrift im Voraus.

Während einer Lastschrift im Abbuchungsverfahren nicht widersprochen werden kann, können Kunden einer Einzugsermächtigungslastschrift und einer SEPA-Basislastschrift bis zu acht Wochen nach der Belastungsbuchung widersprechen. Der abgebuchte Betrag ist dann wieder dem belasteten Konto gutzuschreiben. Die Gutschrift ist aber ausgeschlossen, wenn die Belastungsbuchung ausdrücklich gegenüber der Bank genehmigt wurde.

Wurde das Konto des Kunden unrechtmäßig belastet (nicht autorisierter oder fehlerhaft ausgeführter Zahlungsvorgang), muss er dies seiner Bank unverzüglich mitteilen (§ 675b Abs. 2 BGB).Eine Erstattung des unrechtmäßig belasteten Betrages ist ausgeschlossen, wenn der Kunde seinen Anspruch nicht innerhalb von 13 Monaten nach der Belastung geltend gemacht hat, sofern er mit der Belastungsbuchung die nach Artikel 248 des Einführungsgesetzes zum BGB §§ 7, 10 oder 14 vorgesehenen Informationen erhalten hat. Durch diese Angaben soll eine sichere Identifizierung des jeweiligen Zahlungsauftrages sichergestellt werden.

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