Nur ein stabiles Finanzsystem kann die finanziellen Mittel bereitstellen, die eine Volkswirtschaft benötigt.

Die Bankenaufsicht leistet dazu einen wichtigen Beitrag.

Sie überwacht Universalbanken und Spezialbanken,

Großbanken und regional tätige Volksbanken und Sparkassen.

Die BaFin achtet darauf, dass nur zugelassene Unternehmen ihre Dienste am Markt anbieten

und dass diese Unternehmen von Vorständen geleitet werden,

die ihre fachliche Eignung und persönliche Zuverlässigkeit nachgewiesen haben.

Sie achtet außerdem darauf, dass die Institute

die gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Grundsätze für Bankgeschäfte einhalten.

Einer der wichtigsten Grundsätze besagt, dass Banken für Risiken, die sie eingehen,

ein angemessenes Eigenkapitalpolster vorhalten müssen.

Die Bankenaufsicht hat aber nicht die Aufgabe, jede Insolvenz zu verhindern.

Geht eine Bank in die Insolvenz,

sorgen die Einlagensicherungseinrichtungen dafür,

dass Kunden ihre Einlagen nicht vollständig verlieren.

Wenn die BaFin den Entschädigungsfall feststellt, kann das Entschädigungsverfahren beginnen.

Ob und in welcher Höhe Ansprüche bestehen, stellt dann allerdings nicht die BaFin,

sondern die zuständige Entschädigungseinrichtung fest.

Für den Fall, dass ein Institut in Schieflage gerät,

dessen Bestandsgefährdung die Stabilität des Finanzsystems gefährden würde, hat die BaFin Eingriffsbefugnisse,

die es ihr ermöglichen, diese Schieflage ohne Gefahr für die Stabilität des Finanzmarktes zu bewältigen.