Die BaFin überprüft die Unternehmen und die Anlageberater,
ob diese die gesetzlichen Vorgaben einhalten.

Und seit 2013 hat die BaFin über 11.000 Anlageempfehlungen überprüft

und mit über 2.500 Anlageberatern und ihren Vorgesetzten Gespräche geführt.

In einem Beratungsgespräch gibt der Kunde regelmäßig

ziemlich persönliche und damit private Informationen über sich preis.

Das Einkommen, seine regelmäßigen Ausgaben, sein Vermögen,

aber auch eventuelle Schulden müssen offen besprochen werden.

Außerdem können fehlerhafte Anlageentscheidungen erhebliche Auswirkungen haben.

Zum Beispiel für die Zahlungsfähigkeit in bestimmten Lebenssituationen oder für die Altersvorsorge.

Benennen Sie die persönlichen Ziele, die Sie mit einer Anlage verbinden.

Etwa Vermögensaufbau; geht es um den Erwerb einer Immobilie, oder darum, ein Haus zu bauen,

oder aber um die Finanzierung eines Studiums.

Manchmal geht es auch um einen persönlichen Baustein für eine Altersvorsorge

oder aber um Spekulationszwecke, sprich, die Erzielung einer Rendite.

Welche Erwartungen haben Sie an eine Anlage? Ist es etwa in Ordnung,

für die Möglichkeit eines höheren Ertragsziels auch Verlustrisiken in Kauf zu nehmen?

Für die Beurteilung Ihrer persönlichen Verhältnisse und der finanziellen Verhältnisse

sollten Sie Unterlagen und Informationen für den Berater bereithalten.

Ihr Berater darf Ihnen nur solche Finanzinstrumente empfehlen,
die entsprechend Ihrer Angaben für Sie geeignet sind

und deren Funktionsweisen und Risiken Sie verstehen.

Das empfohlene Produkt muss Ihrer Risikoneigung, Ihrem Anlagehorizont und Ihren Anlagezielen entsprechen.

Zum Beispiel kann man sich Gedanken zum magischen Dreieck der Vermögensanlage machen.

Die Anlageziele „Rentabilität”, „Sicherheit” und „Verfügbarkeit” kann man nie gleichzeitig erreichen.

Die Anlage kann maximal zweien dieser drei Ziele dienen.

Das dritte Ziel muss zwangsläufig vernachlässigt werden.

Eine weitere Weisheit ist der Grundsatz der Streuung:

Nicht alles auf eine Karte setzen, sondern verschiedene Anlagen aufbauen.

Ihr Berater wird von „Diversifizierung” sprechen.

Es gibt Faustregeln, die jeder Privatkunde beherzigen kann,

und das Wichtigste ist, einfach mal damit anzufangen,
sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Geldanlage, das ist keine Raketenphysik. Da braucht man überhaupt keine Scheu vor zu haben.

Man kann sich das in Grundzügen aneignen, und dieses Wissen

versetzt Sie dann in die Lage, mit dem Anlageberater auf Augenhöhe zu kommunizieren.

Bereiten Sie sich ordentlich vor auf das Beratungsgespräch,

das ist eigentlich schon die halbe Miete.

Wenn Sie dann im Beratungsgespräch irgendetwas nicht verstehen, dann fragen Sie nach.

Kaufen Sie nichts, was Sie nicht verstehen. Wenn Sie etwas nicht verstehen,

auch nachdem Sie nachgefragt haben, dann ist das
im Zweifel nicht das passende Produkt für Sie.

Nehmen Sie die Verantwortung für Ihre Anlageentscheidung wahr.

Wenn Sie Unzulänglichkeiten feststellen,
beschweren Sie sich beim Institut und informieren Sie uns.

Und dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.